Bauer Super Sport - Verkauft

Mit diesem Modell gewann Heinz Müller bei den Straßenweltmeisterschaften im Sommer 1952. Es entsprach damals dem heiligen Gral deutschen Rahmenbaus und ließ viele junge Radfahrer von sich träumen.

Teurer als ein Cinelli Super Corsa

Das Bauer Super Sport war das Top-Modell der Firma und wurde nach dem Weltmeistertitel Heinz Müllers das deutsche Rennrad der 50er und 60er Jahre. Der Rahmen kostete Anfang der 50er Jahre mehr als ein Super Corsa Rahmen des italienischen Konkurrenten Cinelli. Das Super Sport erfuhr mit der Zeit viele Anpassungen. So entstanden mit der Zeit viele verschiedene Version. Dieses hier stammt aus 1948 und ist eine der ursprünglichsten Generationen des Super Sports. Hier sieht man noch die typischen Sattelstreben und Muffen aus der Vorkriegszeit.

Auch im Rennsport erfolgreich

Bauer hatte abgesehen von seinen weiteren Produkten ein sehr vielseitiges Fahrradsortiment. Von Stadträdern, über Reiseräder bis hin zu Rennmaschinen. Bis in die 50er Jahre fuhr Bauer sogar ein eigenes Rennteam mit diesem Rad. Beispielsweise fuhr Günter Pankoke bei der Tour de France mit. 1952 gelang es schließlich Heinz Müller die Straßenweltmeisterschaften mit einer Zeit von 7 Stunden, 5 Minuten und 51 Sekunden zu gewinnen. Er fuhr die 280 km dabei mit einem Schnitt von über 39 km/h. Daraufhin wurde dem bisherigen Top-Modell Bauer Supersport noch der Zusatz „Modell des Weltmeisters“ gegeben. Auch der 7-fache Deutsche Meister Ludwig Hörmeyer und Täve Schur, der spätere Weltmeister und die DDR-Nationalmannschaft fuhren Bauer Rennmaschinen.

In Frankfurt gegründet– In Hanau zur Legende geworden

Die Firma Bauer wurde im Jahr 1911 ursprünglich als Metallwarenhersteller gegründet und musste nur wenige Jahre nach der Gründung nach Klein-Auheim ziehen, dass damals noch ein Vorort von Hanau war. Dort wuchs das Unternehmen schließlich und beschäftigte bis zu 500 Mitarbeiter, die Motorräder, Fahrräder und Fahrradzubehör herstellten. Bauer warb schon immer mit dem Spruch „Rennräder von Bauer – Eine Freude von Dauer“. Denn eines war bekannt: Diese Rennmaschinen waren leicht genug, um steile Passagen zu erklimmen und hatten trotzdem die nötige Stabilität für rauen Bodenbelag. Viele junge deutsche Radathleten träumten von diesen Rädern!

Ein Schalthebel muss reichen

Die Simplex-Schaltung schaltet vier Gänge und war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich. Als alle anderen noch Drei-Gang Räder fuhren, konnte man hier schon vier Gänge fahren. Auch die Kurbel ist sehr gelungen. Hier geht die Befestigung des Kettenblatts am dritten Arm direkt in die Kurbel über – sehr elegant.

Top Ausstattung für das Modell des Weltmeisters

An diesem Rad findet man alles, was das Radsportherz der späten 40er Jahre verlangte. Insbesondere die Naben der Fratelli Brivio waren die besten Naben, die der Markt zu der Zeit kannte. Der Lohmann Sattel rundet dieses Rad gekonnt ab.

Hersteller

Bauer

Modell

Super Sport

Baujahr

1948

Rohrsatz

Reynolds 531

Ausstattung

Simplex

Lackierung

Rot

Rahmenhöhe c - t

60cm

Oberrohrlänge c - c

57,5 cm

Zustand

Originallack, Keine Dellen oder Risse, Der Lack wurde teilweise ausgebessert

Bauer Super Sport - Verkauft